Monday 26. February 2024

NEU! Orthodoxe Kirchenzeitung

für Österreich im neuen Layout

Die aktuelle Ausgabe Frühjahr-Sommer/2019

 

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NEU! "Orthodoxe Religionspädagogik"

an der Universität Wien

 

 

Bewegliche Feiertage des Herrn

 

Alle beweglichen Feiertage des Herrn und andere Andenken sind an das Fest der Auferstehung Christi gebunden. Das 1. Ökumenische Konzil von Nicäa hat 325 n. Chr. beschlossen, dass alle Christen am gleichen Tag das Osterfest feiern. Der Termin ist immer nach der Frühlingstaggleiche, am Sonntag nach dem ersten Vollmond. Dieser Sonntag fällt nichts jedes Jahr auf dasselbe Datum, er kann frühestens am 22. März oder spätestens am 25. April sein. Demnach sind auch alle Feiertage, die mit Ostern verbunden sind, entsprechend früher oder später im Kalender datiert.

 

 

Osterfastenzeit

 

„Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben.  Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“ (Mt 6, 1-15).  

Die Große Fastenzeit ist für die orthodoxen Christen ist wichtigste Zeit der Reue und der Reinigung von der Sünde, daher sollten wir in allererster Hinsicht einander die Verfehlungen vergeben.

Die Große Fastenzeit dauert 40 Tage – ab dem reinen Montag bis zum Freitag der sechsten Woche. Während der ganzen Fastenzeit ist an den Werktagen das Zelebrieren der Hl. Liturgie nicht gestattet. Die Große Fastenzeit ist die Zeit der Reue und der Trauer wegen der begangenen Sünden, aber die Hl. Liturgie ist ein freudiger Gottesdienst, an dem die Auferstehung Christi gefeiert wird. Doch den Christen fiel es sehr schwer unter der Woche ohne Kommunion zu sein, daher wurde ein besonderer Gottesdienst eingerichtet – die „Hl. Liturgie der vorgeweihten Gaben“. An diesem Gottesdienst können die Gläubigen die Hl. Kommunion empfangen, die bereits während einer kompletten Hl. Liturgie des Hl. Johannes Chrysostomos oder des Hl. Basilius des Großen vorbereitet (geweiht) wurde. Die Hl. Liturgie der vorgeweihten Gaben wird hauptsächlich an Mittwochen und Freitagen während der Großen Fastenzeit zelebriert. An Samstagen wird die Hl. Liturgie des Hl. Johannes Chrysostomos und an den Sonntagen die Hl. Liturgie des Hl. Basilius des Großen zelebriert.

 

Einzug des Herrn in Jerusalem oder Palmsonntag

 

 

Die Auferweckung des Lazarus, die am Lazarus-Samstag begangen wird, und der Einzug des Herrn in Jerusalem sind zwei mit einander verbundene Feste. Die Juden, die sich zum Paschafest bereits in Jerusalem eingefunden hatten, empfingen Jesus Christus mit den Worten „Hosanna!“ und mit grünen Zweigen und Blumen. Die Menschen hatten nämlich von der wundersamen Erweckung des Lazarus von den Toten gehört. Christus zieht in die Stadt Jerusalem als König, als Sohn Gottes ein. Die begeisterte Masse der Menschen aber wird ihn nur wenige Tage später der Kreuzigung übergeben. Christus kommt nach Jerusalem, wo er für die Erlösung der Menschen sein Leiden auf sich nehmen wird. Daher ist dieses Fest, das den Sieg über den Tod ankündigt, ein freudiges Fest, obwohl ihm die Große Woche (Karwoche) folgt.

 

Wird fortgesetzt…

 

 

M.K.

 

Neues Buch von Metropolit Arsenios

Metropolit Arsenios: Das Große und Heilige Konzil der Orthodoxen Kirche

Liturgisch-pädagogische Aspekte der Bibel und die Bedeutung ihres Studiums

von Prof. Dr. Konstantin Nikolakopoulos, München

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