Sonntag 22. Oktober 2017

NEU! Orthodoxe Kirchenzeitung

für Österreich im neuen Layout

Die aktuelle Ausgabe Herbst-Winter/2015

 

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NEU! "Orthodoxe Religionspädagogik"

an der Universität Wien

 

 

Orthodoxe sprechen über interessante Themen

 

Erzbischof Nathanail (Lvov): Was ist Glück?

 

Die Menschen wünschen einander bei verschiedenen Gelegenheiten Glück, beispielsweise zu Neujahr, aber was ist Glück? Wie können wir es definieren? Der Glücksbegriff hat sich beim modernen Menschen seit der Urzeit nicht viel verändert, d.h. das Glück ist, wenn wir mehr materielle Dinge besitzen als Andere, und Unglück ist, wenn mir Andere meinen Besitz wegnehmen.

 

Selbst wenn wir die Moralität eines solchen Verständnisses außer Acht lassen, so bleibt er in seinem Wesen ungenügend, denn unabhängig von dem wie viel wir Geld, Macht, öffentliche Anerkennung und Vergnügungen anhäufen, wird uns das nicht glücklich machen. Die materiellen Güter können uns nicht das wahre Glück bringen, nur ein taedium vitae, nach dem die Person von einer noch größeren Depression als vorher überwältigt wird.

 

Interessant ist, dass das Wort „Glück“, auf Altgriechisch „tikhi“ (τύχη), sehr selten in der Heiligen Schrift vorkommt, und kein einziges Mal im Neuen Testament. Der Begriff ist zu weit gefasst und unpräzise. Für sich allein hat er keinen Sinn. Stattdessen verwendet die Heilige Schrift einen klareren und präziseren Ausdruck, „Freude“ (χαρά - altgriechisch), die eins der Bestandteile des Glücks ist.

 

Christus spricht über Glück folgendes: „…damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird.“ Er spricht aber auch darüber woher diese Freude kommt: „Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe“ (Joh 15, 11 und 10).

 

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Kreativität und die Treue zur Überlieferung

 

Jean-Claude Larchet

 

Die folgenden Beobachtungen führen uns zur Präzisierung, was die Treue zur Überlieferung und was die Kreativität in der Theologie sind.

 

Die Notwendigkeit, dass die Theologie der Überlieferung treu bleibt

 

Sicher ist die vordergründige Besonderheit der Theologie, dass sie der Überlieferung gegenüber treu sein soll. Die drei Säulen der Überlieferung sind: die Heilige Schrift, die Heiligen Konzile und die Heiligen Kirchenväter. Sie sind miteinander eng verbunden und erleuchten einander. Wir können ebenfalls sagen, dass sie sich gegenseitig ergänzen. Wir können behaupten, dass sich alles, was wir über Gott wissen, in der Heiligen Schrift befindet, aber wir wissen auch, dass die Heilige Schrift an einigen Stellen implizit und zweideutig bleibt. Wir wissen, dass die pseudochristlichen Sekten oft die Heilige Schrift verwenden und dass alle Häretiker ihre Lehre auf der Heiligen Schrift begründen. Daher muss die Heilige Schrift gedeutet werden und seine Bestimmungen müssen erklärt werden. Das ist die Aufgabe der Schriften der Heiligen Väter und der Definitionen der Heiligen Konzile.

 

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Warum Unschuldige leiden?

 

Warum lässt Gott zu, dass Unschuldige leiden? Gibt es hierfür einen Sinn? Wie kann man den Glauben an den allmächtigen Gott, der liebt, und die schreiende Ungerechtigkeit verbinden?

 

Gedanken des Bischofs Panteleimon (Shatov) von Orekhovo-Zuyevo.

 

Das Leiden wird die Erde erfüllen

Wenn wir Menschen begegnen, die eine schreckliche Tragödie erlebt haben, können wir schwer von Leiden sprechen. Wenn ich jetzt in die Augen der Mutter, die ihr Kind verloren hat oder des Ehemannes, dem die Frau verunglückt ist oder des Sohnes, der ohne Mutter geblieben ist, schauen würde, wüsste ich nicht, was ich sagen sollte…Auch, wenn ich Ähnliches erlebt habe und verstehe wie schwer es ist. Meine Frau und drei neugeborene Enkel sind mir verstorben. Anstatt in Farbe, wird die Welt schwarz-weiß.

Wenn wir neben unserem Nächsten die Erfahrung des Sterbens erleben, verliert die Nahrung an Geschmack. Wir möchten, dass es kein Leiden gibt, dass alle glücklich, vergnügt, freudig leben, dass niemand an Krebs, Multipler Sklerose erkrankt, dass Menschen nicht bei Verkehrsunfällen oder Flugzeugabstürzen umkommen. Dennoch, hat das Leiden niemanden umgangen. Es ist im Leben präsent. Wie sollen wir uns demgegenüber verhalten?

 

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